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Mut braucht Schutz

Wer sich für Menschenrechte einsetzt, setzt sich Gefahren aus. Sehr häufig werden Aktivist*innen bedroht, schikaniert und überfallen oder sogar ermordet. Es gibt zahllose Beispiel in Tschetschenien, Kongo, China und anderen Ländern. Amnesty International stellt bei der Langen Nacht der Demokratie die aktuelle Kampagne „Mut braucht Schutz“ vor und Möglichkeiten, wie du dich engagieren kannst.

Das Beispiel Murhabazi Namegabe: Er setzt sich in der Demokratischen Republik Kongo seit mehr als 20 Jahren für die Wiedereingliederung von Kindersoldatinnen und -soldaten in die Gesellschaft ein. Er rettet tausende Kinder vor Krieg und sexueller Gewalt. Immer wieder wird er angegriffen – selbst von regierungsnahen Sicherheitskräften und bewaffneten Gruppen. Nun droht ein ins Parlament eingebrachtes NGO-Gesetz, seine Arbeit und die anderer Menschenrechtlerinnen und -rechtler im Land noch weiter zu erschweren. Organisationen wie die von Namegabe könnten dann wegen „Regierungskritik“ geschlossen werden. Dennoch ist Aufgeben für ihn keine Option. »Was mich motiviert, sind die Familien, die ich treffe, die ihre Kinder bereits für tot hielten. Durch die Arbeit unserer Organisation sind diese Kinder aber wiedergefunden worden. Menschen aus der ärmeren Bevölkerung kommen zu mir, umarmen mich und sagen mir: ‚Dank Ihnen haben wir unsere Kinder wiedergefunden‘.«